Der bereits zugesagte Arbeitsvertrag und die nachfolgende Schwangerschaft

In der arbeitsrechtlichen Praxis kommt es immer wieder zu Sachverhalten, bei denen Bewerberinnen um Arbeitsplätze zunächst Arbeitsverträge zugesagt worden, um dann, nach späterer Kenntnis des Arbeitgebers von einer Schwangerschaft der Bewerberin, diese Zusage wieder „einzukassieren“. Oft geschieht dies seitens des Arbeitgebers ohne Unrechtsbewusstsein. Dabei kann – je nach Beweisbarkeit und Situation im Einzelfall – das…

Was man in der Krise des Arbeitgebers besser nicht tun sollte

Das Landesarbeitsgericht Köln hat mit dem Urteil Az. 6 Sa 157/18 vom 6.12.2000 18:00 Uhr folgenden Fall zu entscheiden gehabt: Ein Großhandel für Feinkost hatte einen Lkw-Fahrer beschäftigt, der Barzahlungen der Kunden für die jeweils ausgelieferten Bestellungen entgegenzunehmen und an die Arbeitgeberin abzuführen hatte. Der Arbeitgeber geriet finanziell in die Krise und wurde zahlungsunfähig. Lohn…

Arbeits-Rechtsschutz: Warum sie wichtig ist!

Selbst in erfolgsgewohnten Wirtschaftsregionen findet man in der lokalen Presse derzeit Warnungen, dass demnächst vermehrt mit Jobabbau zu rechnen ist.Die Unternehmen versuchen zwar, die Mitarbeiter und insbesondere geschätzte Facharbeiter zu halten und vorab andere Maßnahmen vorzuziehen.Trotzdem ist jetzt ein richtiger Zeitpunkt, darüber nachzudenken, ob man als Arbeitnehmer sich nicht doch sehr kurzfristig einer Arbeitsrechtsschutzversicherung zulegen…

Vom Sinn und Unsinn des „Die Sau-Rauslassens“ gegenüber säumigen Schuldner oder: Unnötig erhöhte Insolvenzanfechtungs- Risiken!

Stellen Sie sich vor, Ihr Kunde zahlt nicht. ( Frechheit! Sie haben ordnungsgemäß geliefert.)Und dann vertröstet und ver …..  der Sie immer wieder und Sie werden wütender und wütender. Was liegt näher, als mündlich oder schriftlich „die Sau rauszulassen“ und ihm die Bosheit seines Tuns noch einmal dezidiert vor Augen zu führen, mit entstehenden Kosten…

Unwirksamkeit und Widerruf von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen

Die Frage der Möglichkeit der nachträglichen Beseitigung von Aufhebungsverträgen, die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geschlossen worden, ist ein arbeitsrechtlicher Dauerbrenner. Hintergrund ist, dass oft Aufhebungsverträge geschlossen werden, bevor der Arbeitnehmer realisiert, welche Rechtsposition der sich damit abschneidet oder bevor er realisiert, welche Rechtsfolgen in Bezug auf Sperren von Arbeitslosengeld nachfolgen. Die Möglichkeiten von Arbeitnehmern, nach…

Inhouse-Schulungen wegen Insolvenzanfechtungsrisiken?

Ein Insolvenzverwalter hat Sie oder einen befreundeten Unternehmer wegen früherer Zahlungen von Kunden auf Rückzahlung von Kundengeldern in Anspruch genommen? Sie wissen nicht, ob sich das nicht wiederholen kann bzw. in welcher möglichen Höhe? Sie wissen nicht, welche Maßnahmen in Ihrem Unternehmen zur Vermeidung einer Wiederholung solcher Vorfälle sinnvoll sind? Hier hilft eine konkrete Überprüfung…

Kopfrechnen für Anfänger

oder: Warum außergerichtliche Schuldenregulierung oder Verbraucherinsolvenz wirtschaftlich oft sinnvoller sind als Ratenzahlungen! Stellen Sie sich vor, Sie haben 100.000,00 € Schulden bei verschiedenen Beteiligten und können jeden Monat 500,00 € zurückzahlen. Dann sind Sie ja nach knapp 17 Jahren Ihre Schulden los, wenn Sie zuverlässig Ihr Raten bringen, oder? Leider stimmt die Rechnung nicht: In…

Missbräuchliche Arbeitsvertragsregelungen bei Verwandten: Ein Urteil des Finanzgerichts Münster

Nicht alles, was arbeitsvertraglich möglich und zivilrechtlich wirksam ist, hält einer Überprüfung der Finanzämter und danach der Finanzgerichte stand. Ein schönes Beispiel dafür ist der durch ein Urteil des Finanzgerichts Münster (Urteil vom 20.11.2018, Az. 2 K  156/18 E) entschiedene Sachverhalt. Ein Selbstständiger arbeitete als IT-Berater und handelte mit Hard – und Software. Seine Ehefrau…

Schöner erben dank EUGH

Stellen Sie sich vor, ihr Ehepartner stirbt, kurz vor Ende eines Kalenderjahres, und hat in diesem Jahr mit Ihnen so gut wie keinen Urlaub machen können, weil in der Firma „Land unter“ war. Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Chef ihres verstorbenen Ehepartners und bitten ihn, dass er dann wenigstens den Urlaub ihres verstorbenen…